How i met my Twitter und wie es mir hilft (mehr) Mensch zu sein

Manchmal möchte ich es einfach anschalten, wie einen Fernseher. Einfach berieseln lassen. Mag mir einfach wer aus Twitter vorlesen..?
Wenn man selbst aktiv mitmacht, es sich so individuell zusammen stellt, wie man es mag, dann ist es wie man so schön unter uns sagt, wie ein tolles Klassentreffen, wenn man seine Follower und Leute die man selbst liest, in Persona trifft.

Das beste Comic dazu!
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Gefunden bei 39punkt.de

Warum bin ich auf Twitter? Nun ja weil ich drauf bin.
Ich bin abhängig. Weil es mein vorzeitiges Elysium ist. Und das ist nicht zuviel versprochen.
Es ist eine gewisse Art Insel der Seeligen. Ein Zufluchtsort zur Eskapie.

Tage gehen dahin und ich muss nicht online sein oder meinen Status auf Facebook checken. Aber ohne mal bei Twitter rein schaun oder ein @reply (eine Antwort ähnlich einem Kommentar) zu senden ist schwer.
Warum auch, es ist eine schöne „Welt“.

Es gibt Situationen, da kommst du heim und verpasst sogar deine Lieblingssendung oder dir die Schuhe und Jacke auszuziehen und bleibst so eine Stunde direkt noch am Eingang hängen, weil du nicht weg kommst, von Twitter.

Es ist einfach so Vielschichtig.
Da ein echt guter Spruch. Dann ein Link zu einem neuen Urteil für dein gezieltes Interesse. Noch ein Spruch, ein dämlicher irgendwie, aber der war RT (nochmal von wem anders gesendet) und davor mit eigenen kurzen Worten in einen anderen Kontext gebracht. Sauwitizg. Sarkastisch wie das Leben oft. Unterhaltsam. Besser als Sex sagen manche. (Ob wir uns darum auch sehen wollen..?)
Auf jeden Fall hat es eine Macht. Alles was du tust, kann mit Twitter an Bedeutung gewinnen oder farbenfroher werden.
Kaum zu glauben? Für mich gar nicht.
Ich würde mittlerweile Geld dafür zahlen, dass ich meine Freunde nicht verlier, in der Art wohlgemerkt.

Ich red einfach gern. Das hab ich davor auch schon getan. Ich bin in den Medien tätig. Bestimmt nie ein Stubenhocker oder Langweiler gewesen.
Aber auch wenn Du gern still bist oder zuhörst, auf Twitter darfst du sein wie du bist. Und auch wenn man sich dann trifft, sei wie du bist.
Manchmal ist dieses kleine unscheinbare Tool dann sogar Psychiater. Der hilft, mehr Du zu sein.
Und ja, wir Menschen aus dem Netz treffen uns. Aber wer twittert, der trifft sich im „echten Leben“ sogar öfters noch mit anderen.

Echtes Leben. Was ein Schmu.
Dagegen stelle ich meine Twittererfahrungen. Wo ich schon so viele neue Leute kennen lernen durfte.

– Da ist zum Beispiel mein Podcast Kollege Daniel Leicher, mit dem ich meinen/unseren Audio Podcast Stammstrecke aufnehme.
Da gehen wir raus auf die einzige Stammstrecke der Welt in München und nehmen mit den Menschen hinter den Twitteraccounts ein Gespräch auf. Wie cool oder, ein 19 jähriger und ein etwas älterer😉 die sich persönlich die echt immer wieder interessanten Leute vornehmen. Gefragt hatte Daniel mich damals übrigens über Twitter, ob wir das starten wollen. Mittlerweile haben wir fast 50 Folgen zusammen.

Michael Jäger. Ihn hab ich auch über Twitter lieben gelernt. Ich kannte ihn zwar aus seinen Serien im TV, aber so persönlich wie in seinen Blogbeiträgen (ob Micro auf Twitter oder durch einen Link dort auf seinen Blog), man kommt den Menschen einfach näher.
Und dann triffst du dich bei einem Twitterstammtisch und machst eine Show zusammen für das Radio. Und schon ist er wieder weg, auf seinem Weg zum Tatort Kommissar. Ja, echt. Weil er auch der richtige war, für meine Social Media Radioshow. Und ich bekomm noch immer alles mit. Vielleicht darf ich ja mal seine Leiche sein…

Daniel Rehn, ex-Kollege in einer Agentur (in die ich auch mehr oder weniger nur durch Twitter kam) und einer meiner dicksten Buddys im Netz. Durch ihn hab ich auch hier in die Blogparade her gefunden. Also darum schreib ich diese Zeilen diesmal nur, weil ich ihn gelesen hab.
Zwar auf Facebook, aber das hätte ich nie, wäre er mir nie als passender Zeitgeselle auf Twitter immer wieder aufgefallen. Ich ertappe mich sogar, dass ich dann deswegen Posts auf Facebook näher ansehe und klicke.

Danke auch für diesen großartigen Titel, an Anlehnung einer meiner Lieblings Sitcoms! How i met your mother😉 Sehr geil.

– Dann gibt’s da noch Richard Gutjahr. Was soll ich sagen, ich nehm mir ungern Vorbilder aus dem echten Leben (die im Kino und in Büchern sind so viel toller;), aber er wäre einer meiner Real Life Comic Helden. Er macht alles richtig. Ist ein begeisterter Twitterer und Blogger.
Er hat ziemlich zu Beginn unserer Bekanntschaft, gleich einfach so bei einem Video-Projekt von mir mitgemacht.
Dabei ist er beim BR ein hohes wichtiges Tier und ein professioneller Moderationskollege. Aber er steht auf Twitter. Trotz seiner Nähe zum öffentlich rechtlichen ist er einer der besten Onliner. Nicht nur weil er Apple ungefähr so wie ich lobpreist.

Thomas Pfeiffer der Webevangelist. Im „normalen“ Leben wohl nie so kennen gelernt. Leider. Durch Twittertreffen ausgetauscht und irgendwie gut befunden. Sogar seine Schwägerin hat er mir vorgestellt. Eine komplette Bereicherung meines Lebens. Zur Zeit sehen wir uns grad nicht so oft. Aber durch Twitter weiss ich, das kann sich ganz schnell ändern. Vielleicht arbeiten wir morgen schon zusammen oder das nächste Bierchen in unserer Stammkneipe Niederlassung wartet schon.

Und so viele andere, teils Leute die man so nie kennen lernen würde, weil sie nicht in deinem Kulturkreis verkehren. Sogar berühmte oder sonst nicht greifbare Politiker nenn ich als meine Follower und gute Bekannte.

Klar gibt’s das auch anders. Ist halt das Leben. Es gibt auch Leute, die wären lieber Gesichtslos in der Timeline geblieben und ich hätte sie nur online lesen brauchen. Aber was wäre das echte Leben ohne persönlichen Geschmack…
Man da stecken noch so viel Erfahrungen und Austausch drin, die mindestens zur Hälfte durch Twitter kennen lernen werde. Da bin ich mir sicher.

Ich mag Twitter. Es ist ein Medium das man ausprobieren muss. Davor darf sich keiner, KEIN Mensch ein Urteil drüber bilden. Denn es hat mein Leben verändert. Verbessert. Mein echtes pures Leben.
Ein Like, ein +1 oder einfach ein Fleißbildchen. Alles verdient dieses Bei-Medium der Neuzeit. Dieser Freundes- und Freudentopf der Klaviatur des Auflebens.

Ich hab mehr Freude, mehr echte Freunde, mehr Ziele und mehr mit Menschen und Ideen zu tun.
Danke ihr Leute, die ihr Twitter zu dem
macht, was es für mich ist.

Bis bald Freunde,
euer Tom von der Isar

2 thoughts on “How i met my Twitter und wie es mir hilft (mehr) Mensch zu sein

  1. Ja, das Gefühl kenne ich gut. Ich bin zwar noch nicht so lange bei Twitter, aber ich finde es echt toll. Du sagst es, es ist ein bisschen so wie ein Klassentreffen. Mal sehen wenn ich über Twitter noch so kennenlerne.

  2. Pingback: punktefrau » Blog Archive » Twitter ist weit mehr als 140 Zeichen » punktefrau

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